Wiki Köderführung

wiki_köderführung

Neben dem klassisch konstanten einholen eines Spinnköders, haben sich inbesondere die folgenden Techniken etabliert:

Jiggen
Beim Jiggen lässt der Angler seinen Köder durch Anheben der Rutenspitze über den Grund hüpfen. Wichtig beim Jiggen ist, daß der Angler permanenten Köderkontakt hat, d.h. die Schnur sollte auch in der Absinkphase des Köders gespannt sein, um Bisse erkennen zu können. Der Köder wird durch das Anheben der Köderspitze animiert. Danach wird die Rutenspitze wieder gesenkt und die Schnur durch Einkurbeln wieder gestrafft. Wie weit die Köderspitze angehoben wird, bestimmt die Sprunghöhe des Köders am Gewässergrund. Mit dem Absenken der Rutenspitze startet der Absinkvorgang des Köders, in dem die Mehrheit der Bisse erfolgt. Die Schwierigkeit bei dieser Technik ist, permanenten Köderkontakt zu halten, um Bisse zu erkennen.

Faulenzen
Im Gegensatz zum Jiggen bleibt die Rutenspitze bei dieser Technik auf einer Höhe. Der Gummifisch wird nur über die Kurbelbewegung der Rolle animiert. Der Angler kann sich dadurch besser auf mögliche Bisse konzentrieren. Diese Technik ist für Anfänger sehr geeignet. Je nachdem in welchem Winkel die Rute zum Wasser steht und wie lang bzw. wie schnell die Kurbelbewegungen erfolgen, vollführt der Köder höhere bzw. flachere Sprünge über den Grund. Zudem lässt sich diese Technik bei schwierigen Windbedingungen besser anwenden als das Jiggen, da der Schnurbogen bei tiefgehaltener Rutenspitze nicht so sehr vom Wind erfasst wird.

Twitchen (engl. to twitch := zucken)
Gefühlvolles animieren eines Twitchbaits (i.d.R, schlanker Wobbler / Minnow) durch zupfende Bewegungen. Der Angler kann so dem Köder ein individuelles Bewegungsverhalten verleihen.

Jerken (engl. to jerk := stoßen, rucken)
Ruckartiger Führungstil mit dem sogenannten Jerkbaits leben eingehaucht wird. Ein Jerkbait hat klassischerweise keine Tauschschaufel und wird durch Schläge mit einer kurzen harten Rute animiert.

Walk the Dog
Spezielle Variante des Jerkens: Nach dem Auswerfen wird der Köder mit nach unten gesenkter Rutenspitze eingekurbelt. Parallel zu den Kurbelbewegungen wird der Köder durch Rutenschläge zu einem ZickZack-Kurs animiert. Es werden immer wieder kurze Köderstops eingelegt.